Wie kommt man sicher nach Altstetten?

Wie kann ich auch mit meinen Kindern oder meiner Mutter sicher nach Altstetten gelangen?

Die Möglichkeiten von Norden nach Süden:
Hohlstrasse auf Bild 2: Velostreifen mit massivem Durchgangsverkehr. Ok für geübte 20-40jährige Veloprofis.

Baslerstrasse auf Bild 3: Kernfahrbahn mit massivem Durchgangsverkehr. Auf der Baslerstrasse plant das Tiefbauamt die Velovorzugsroute mit Durchgangsverkehr. Das dabei genau dieser Abschnitt als Zubringer zur Europabrücke nicht vom Durchgangsverkehr befreit werden soll, liegt da natürlich auf der Hand.

Badenerstrasse auf Bild 4: Velostreifen in Mittellage. Sehr gefährlich auch für geübte Velofahrer.

Pläne für die Rautistrasse auf Bild 5: Velostreifen in Mittellage. Sehr gefährlich auch für geübte Velofahrer. Dies obwohl die Rautistrasse sogar als Velovorzugsroute geplant ist.

Meine Frage. Wie kommen gemäss dem Tiefbauamt 8-80-jährige Velofahrer sicher nach Altstetten? Wie stellt ihr euch das vor?

Erstellt am: 19.2.2022

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Puh, bin gerade zum ersten Mal im Feierabendverkehr die Baslerstrasse entlang, dann rechts auf die Luggwegstrasse/Europabrücke. Ein Dutzend Autos blockierte den Velostreifen. Ich hatte gedacht, hier seien bereits erste Massnahmen für die Velovorzugsroute umgesetzt worden. Aber was nützt ein breiter Velostreifen, wenn man ihn nicht benutzen kann. Ich hoffe wirklich, dass hier noch nachgebessert wird.
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Spot zu den Plänen für die Kreuzung Rautistrasse/Luggwegstrasse: https://bikeable.ch/entries/34Yg3JR8siavcSQvL Eigentlich ein Top-Kandidat für eine sichere Veloführung nach niederländischem Vorbild. Leider sehen die Pläne anders aus.
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Die Frage können wir - leider - auch nicht beantworten. Badener- und Hohlstrasse fallen definitiv ausser Betracht. Wie die Baslerstrasse dereinst aussehen wird, ist zurzeit noch in Planung. Ein nächster (Zwischen-)Schritt in der Umsetzung hätte eigentlich schon publiziert werden sollen. Warum das bisher nicht geschehen ist, wissen wir nicht.
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Vielen Dank für eure klare, ehrliche Antwort.
Trotzdem ist es zum davonlaufen, wenn die Stadt auch nach der xten Abstimmung auf einer West-Ost-Velohauptsache nicht einmal von sich aus eine sichere Veloverbindung planen will.
Vielleicht könntet ihr vom Veloteam diesen Spot den Projektteams der Basler- und der Badenerstrasse zukommen lassen. Manchmal hilft es ja, wenn man die (Velo)-Probleme optisch vor sich sieht.
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Ich meinte natürlich die Basler- und die Rautistrasse
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Vielleicht müssten häufiger Einbahnstrassen in Betracht gezogen werden, wenn Zürich Velovorzugsrouten plant, die diesen Namen auch verdienen? Das gäbe Platz für zusätzliche Veloinfrastruktur und u.U. müsste man nicht mal alle strassenseitigen Längsparkplätze abbauen, sozusagen als "Zückerli" für den Spurabbau.

Insbesondere wenn es wie an dieser Stelle total 4 parallele Strassen gibt und nebst zwei Einbahnstrasse es zudem zwei beidseitig befahrbare Hauptachsen gibt, die dafür für Veloallgemeinheit suboptimal sind.
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Vielen Dank fürs Posten!

Ich bin sehr gespannt, wie die Stadt die VVR auf der Baslerstrasse umsetzt. Die ersten aufgelegten "Vor-Studien" verheissen nichts gutes. Keine abgetrennte Infrastruktur, keine durchgehende konsequente Fahrverbote/Einbahnsysteme, weiterhin Parkplätze, ja sogar Carparkplätze im Konflikt mit der Route und nur ein bisserl Farbe am Boden für die Velos.
Die Baslerstrasse ist sehr breit, hier hat es locker Platz für eine echt vom MIV abgetrennte VVR. Erst westlich der Flurstrasse wirds enger, aber da findet sich auch eine Lösung (mit nur noch 1 MIV-Fahrspur im Einbahnsystem) wenn man will. Schade endet sie dann an der Saumackerstrasse und das Zentrum um die Altstetterstrasse/Lindenplatz bleiben Velo-Wüsten (Altstetterstrasse wird zwar T30 und soll eine leichte MIV-Reduktion erhalten durch einen Linksabbieger aus der Altstetter in die Badener stadtauswärts, was sicher zu begrüssen ist. Velo-Infra gibt es aber keine in der Altstetterstrasse).

Die Rautistrasse ärgert mich persönlich auch sehr. Diese Strasse ist massiv überdimensioniert und breit für die Funktion die sie hat. Hier wäre sichere, abgetrennte Veloinfrastruktur ohne Probleme möglich. Das Bauprojekt verheisst nichts gutes (du hast ja ein Bild gepostet davon), immerhin, ich habe die Stadt mal gefragt, wann das Projekt starte, die Antwort war: "Nach dem Auflageprojekt wurden noch Anpassungen an der Veloführung vorgenommen. Baubeginn für das Projekt ist 2023."
Die Rauti ist ja ab der Saumackerstrasse eine VVR, hoffen wir, dass die "Anpassungen an die Veloführung" nicht nur kosmetischer Natur waren.

Badener- und Hohlstrasse werden nie wirklich Velotauglich für ungeübte Fahrer*innen. Das wäre auch ok, wenn die Rauti- und die Baslerstrasse konsequent zu einer VVR umgewandelt würden. Dann gäbe es ja genügend Alternativen.
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Auf der Webseite der Stadt steht bei der Vorzugsroute Baslerstrasse:
Geplant sind grösstenteils zwei Meter breite Velostreifen, eine weitgehende Vortrittsberechtigung der Velofahrerinnen sowie eine Reduktion des Autoverkehrs.
Wie wird die Reduktion des Autoverkehrs auf der Baslerstrasse umgesetzt? T30 führt ja nicht automatisch zu weniger Autoverkehr und wenn sich die Autos stauen nützt auch ein 2 Meter breiter Velostreifen nichts wenn er durch die Autos blockiert wird. Velovorzugsrouten mit MIV Durchgangsverkehr kann unmöglich funktionieren.
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Ich, konsequenter Alltagsvelofahrer, wohne seit 34 Jahren in Albisrieden. Seither hat sich schon einiges verbessert. Aber alle möglichen Routen sind jeweils nur halbherzig umgesetzt worden. Schade, aber typisch Zürich.
Jetzt erwarte ich schon eine konsequente Umsetzung der geplanten Vorzugsrouten. Es wäre wirklich an der Zeit. Auch 11-Jährige sollte man sorgenlos mit dem Velo Richtung Stadtzentrum fahren lassen können. Davon sind wir noch meilenweit entfernt.

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